Viel geschlafen haben wir nicht, warum werdet ihr schon gelesen haben. Unseren Plan sehr früh aufzustehen haben wir dann auch noch umgeschmissen, wollten aber dann doch so gegen 6 Uhr losfahren. Es drängelt uns ja niemand und, was soll‘s? Ob wir jetzt ne Stunde früher oder später ankommen, ist ja auch völlig egal. Ich wollte halt nur so früh wie´s geht an Hamburg vorbei sein.
Wir wussten, dass unsere Nachbarn, Marlene und Peter, auch zur gleichen Zeit los wollten und in die gleiche Richtung fahren. Wir haben uns dann, rein zufällig versteht sich, um 6 Uhr in der Garage getroffen und kurz gebabbelt, bevor die Beiden dann schon mal los gefahren sind. Da die Beiden vor hatten, ihrem Auto hinter Göttingen mal eine Steckdose zu gönnen, hatten wir ganz locker vor uns dann vielleicht noch einmal zu treffen.
Wir sind dann ca. eine halbe Stunde später auch los und ich dachte, dass das jetzt wohl eher nichts mehr wird.
Die Fahrt hatte dann eigentlich alles, was man sich so wünscht: diverse Staus von 10 bis 30 Minuten Länge, Starkregen mit Sicht unter 50 Meter, strahlenden Sonnenschein und kurz hinter Kassel einen Blitzeinschlag direkt neben der Autobahn. Den Blitz haben wir gesehen und das Zischen trotz Radio und den Fahrgeräusche sehr deutlich gehört. Von dem Knall mal ganz zu schweigen. Wir sind beide richtig erschrocken und irgendwie war das ein komisches Gefühl.
Ein paar Minuten später ist mir dann aufgefallen, dass sich das Navi total aufgehängt hatte. Die Karte hat sich dauernd im Kreis gedreht und es erst nach einem Neustart des Handys wieder die richtige Richtung angezeigt. Ich meine, ich hab ja keine Ahnung von „Elektriktrik“ (frei nach Catweazle), aber da war wohl einiges an statischer Aufladung in der Luft.
Peter und Ruth tauschten ständig die Standorte aus und so haben wir festgestellt, dass unser Abstand auf einmal immer geringer geworden ist. Bei Nordheim-Nord, haben wir uns dann tatsächlich auf einem Autohof getroffen. Die beiden wollten nach der Ladepause mit Frühstück gerade wieder los fahren, als wir auf den Parkplatz gekommen sind. War echt lustig und ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir sie noch einmal sehen.
Wir haben dann im BackWerk auch noch einen Cappuccino getrunken, anschließend den Bulli wieder voll getankt und uns auf den weiteren Weg gemacht. Und was soll ich sagen, es war richtig gut zu fahren, bis Hamburg, da war natürlich wieder – na was wohl, zähfliesender Verkehr mit Stillstand.
Gegen 14:15 Uhr sind wir dann auf dem WoMo Stellplatz angekommen, haben uns kurz eingerichtet und ich hab dann erstmal ein gepflegtes Mittagsschläfchen gemacht. Am Nachmittag sind wir dann gemütlich ins Städtchen gebummelt haben einen kleinen Eiskaffee zu uns genommen und abends im alten Rathaus eine Kleinigkeit gegessen.
Wieder zurück am Campingplatz haben wir uns dann im Bulli noch ein Getränk genehmigt, ich habe meinen Blog und Ruth ihren angefangen zu schreiben und dann ging‘s ins Aufstelldachschlafzimmer.
Am nächsten Morgen war auf alle Fälle ausschlafen angesagt. Da wir erst am Dienstag die Fähre nach Kristiansand nehmen, haben wir ja genug Zeit um nach Hirtshals zu kommen.
. . . Fortsetzung folgt . . .