Am Morgen ist es dann in unserem Aufstelldachschlafzimmer schon ein bisschen warm geworden, denn die Sonne hat uns seit ihrem Aufgang verwöhnt. Aber das hat uns nicht viel ausgemacht, denn ein warmes Schlafzimmer sind wir ja auch zu Hause gewöhnt.
Außerdem hat man genug Möglichkeiten zu lüften. In der Plane sind jeweils auf den Seiten größere Öffnungen mit Fliegennetzten und im vorderen Bereich ist sogar eine große Öffnung, die man ganz aufmachen kann. Und dann zieht da schon ein gutes Lüftchen durch.
Das wir gleich am ersten Morgen unserer Reise im freien frühstücken konnten, war natürlich ganz besonders schön.

Da wir als einziges Ziel heute nur den rund 450 km entfernten Campingplatz in Hirtshals hatten, war es uns auch ziemlich egal wann wir losfahren würden und dementsprechend ausgiebig war das Frühstück dann auch. Einziger Wehrmutstropfen war, dass die Dichtung unsere Pezzetti Espressokanne scheinbar sehr poröse geworden ist und dem Druck durch das kochende Wasser nicht mehr stand hält. Trotz Schraubgewinde drückt sich das Wasser raus und saut das ganze Kochfeld im Bus ein. Bei unserem gestrigen Spaziergang durch Friedrichstadt haben wir einen Kaffeladen gesehen, der scheinbar auch diese Art der Espressokocher verkauft. Also lag nichts näher, als nachdem alles verstaut und für die Abfahrt fertig war, noch einmal in die Stadt zu fahren und in dem Laden nachzufragen ob sie vielleicht auch Ersatzteile für diese Art der Kaffekannen haben. Und siehe da, dieser kleine, mit einer sehr großen Auswahl an verschiedensten Kaffesorten aus der ganzen Welt ausgestattete und völlig überfüllt wirkenden Laden, hatte auch Ersatzteile. Nur leider keine Dichtung, die für unsere Kanne passte.
Die Fahrt selbst war eher einschläfernd. Wir sind dann doch mal überwiegend Schnellstraßen gefahren und waren gegen 16:00 Uhr an unserem Ziel angekommen. Einziges higlight war der Grenzübergang nach Dänemark. Wer denkt, dass da irgendwo noch ein Schild, oder eine dänische Flagge hängen würde, irrt sich. Da steht nur noch das wunderschöne blaue Europaschild mit seinen 12 Sternen und de Schriftzug Dänemark darin. Das hat mich doch sehr gewundert.
Wie wir das immer machen, wenn es schon früh am nächsten Morgen mit der Fähre weiter geht, haben wir zunächst den Hafen und das Abfertigungsterminal angefahren, damit wir genau wissen, wohin wir am nächte Morgen dann müssen.
Zum verspäteten Mittagessen oder verfrühtem Abendessen, sind wir dann auf Empfehlung von Andrea und Bernd (weiterhin gute Besserung) zu einer Fischbude am Hafen gefahren und haben dort leggar Fisch und Garnelen gegessen. Ja, die Preie sind ein bisschen höher als wie bei uns, aber zumindest hier nicht so schlimm, wie es immer behauptet wird.


Der Campingplatz war dann nur noch 12 Minuten vom Hafen entfernt und nach dem wir uns eingerichtet hatten, sind wir noch einmal an den nahegelegenen Strand gelaufen.
In den Dünen stehen dort teilweise wunderschöne Villen, die unbewohnt ausgesehen haben und daher sicherlich nur Ferienhäuser sind. Alle mit Blick zum mehr und einer große Terrasse davor.

Der Strand ist sehr weitläufig und darf auch mit Autos befahren werden. Wenn es erlaubt ist, soll das jeder machen wie er möchte, es ärgert einen dann aber schon, wenn sie in ihren Autos sitzen, den Sonnenuntergang und die Natur genießen möchten, aber der Motor ständig läuft, damit die Klimaanlage für die kühle Luft im Auto sogen kann. Da hätte ich doch gerne eine Kartoffel oder Banane dabei gehabt 😉

Teilweise haben wir auch ein paar WoMo‘s am Strand stehen sehen, ob die allerding in dem ständigen Wind auch über Nacht stehen bleiben? Uns wäre das zu Windig gewesen.

Zurück am Wohnmobil haben wir uns dann noch einmal auf das frühe Aufstehen vorbereitet und uns dann mit dem eintreten der Dunkelheit um 23:30 Uhr in unser Aufstelldachschlafzimmer verkrochen.
Ist schon ein komisches Gefühl, wenn es so spät dunkel wird.
. . . Fortsetzung folgt . . .