Irgendwie fehlen mir ein paar Stunden. Ich weiß noch, dass ich nach dem Spiel meine abendliche Runde gedreht habe und in das Aufstelldachschlafzimmer geklettert bin. Scheinbar habe ich schon geschlafen bevor mein Kopf das Kissen berührt hat, zumindest konnte ich mich nicht mehr daran erinnern, die Reisverschlüsse zugezogen zu haben.
Morgens wollten wir eigentlich früh aufstehen, aber einen Wecker kann man ja zum Glück mehrfach wieder aus machen und so die Aufstehzeit nach hinten verschieben.
Hilft ja alles nix, irgendwann muss man halt mal raus.
Die Fahrt mit dem Bus in die Innenstadt hatten wir ja gestern schon geübt, also war das Thema Fahrkarten online aufs Handy laden auch kein Thema mehr. Es dauerte wieder knapp eine halbe Stunde, bis wir an der Endhaltestelle des Busses, kurz vor der Uferpromenade angekommen waren. Heute sind wir nicht über die Promenade in die Innenstadt gelaufen, sondern durch das große x-Stöckige Einkaufszentrum, dass nur ein paar Schritte von der Haltestelle entfernt war. Ich wollte auf dem Weg noch einmal in das Küchengeschäft gehen, um mal zu sehen, ob heute eine andere Verkäuferin da ist. Die gestern schien mir mit meiner Frage nach der Dichtungen für die Kaffekanne ein wenig überfordert. Und siehe da, heut war eine Dame da, die nicht nur den Namen eines Geschäftes wusste, sondern auch, wo es genau zu finden war. Und das war zufällig am Bahnhof, von dem aus wir heute sowieso unsere Tour starten wollten. Wir haben uns dann an der nächsten Straßenbahnhaltestelle in eine Bimmel gesetzt und sind zunächst bis zum Bahnhof gefahren. Das Küchengeschäft haben wir auf Anhieb in dem alten Gebäude gefunden und dort dann auch erfolgreich einen ganzen Service-Kit, bestehend aus drei Dichtungsringen und einem Siebträger für sage und schreibe 8€ bekommen. Der Tag war also erstmal gerettet J
Weiter ging es dann wieder mit der Bimmel zu den Punkten, die uns Tim empfohlen hatte und da stand zunächst erstmal eines der besten Kaffees auf dem Programm. Ein guter Cappuccino, oder ein Espresso gehen schließlich immer. Und mit diesem Tipp hatte er schon mal ins Schwarze getroffen. Das Kaffee hatte selbstgeröstete Bohnen frisch gemahlen und direkt in die Kaffeemaschine. Kurzum, der Cappuccino war wirklich sehr, sehr gut. Weiter ging es dann ca. 20 Gehminuten in die Markthallen. Klein, überschaubar, aber sehr schön. Wir sind an diversen Ständen mit frischem Fisch vorbei gekommen und haben beschlossen uns in den nächsten Tagen auch wieder in einer Markthalle frischen Fisch zu kaufen und abends anzubraten. Der gute Geruch einer Pizzeria hat uns dann, obwohl wir beide keinen Hunger hatten, angelockt. Lust darauf hatten wir aber schon, also haben wir uns ein kleines Stück gekauft. Das war auch wieder so ein Moment . . . Beide haben wir zur gleichen Zeit die frische Pizza gerochen, uns angeschaut und festgestellt, dass wir darauf jetzt mal Lust hätten.
Um an das nächste Ziel zu kommen, haben wir uns wieder eine Fahrkarte für die Bimmel gekauft und sind damit dann zum Vigeland-Park gefahren. Ein sehr schön angelegter Park, in dem wahnsinnig viele Skulpturen stehen. Ich habe noch nie soviele nackte Figuren in einem Park gesehen. Was mich sehr begeistert hat, sind die ausdrucksvollen Gesichter, vor allem der dargestellten Kinder.
Mittlerweile war es dann schon wieder um die fünf Uhr rum und wir waren ein bisschen platt von der Lauferei. Also haben wir uns so langsam in Richtung Campingplatz auf den Weg gemacht. So ging es dann zurück in die Innenstadt und ein letztes Mal über die Uferpromenade zum Busbahnhof.
Zurück am Camper habe ich erstmal die Dichtung der Kaffeekanne ausgetauscht!
Zum Abendessen gab es dann noch einen Salat, bevor wir wieder versucht haben einen Platz in der Dusche mit warmem Wasser zu ergattern. Aber weit gefehlt, es gab nun schon den zweiten Tag am Abend kein heißes Wasser. Der Campingplatz war auf all unseren Fahrten bis jetzt der teuerste und er wurde so gelobt, aber im Nachhinein waren wir sehr enttäuscht. Sicherlich waren die sanitären Anlagen sehr schön ausgebaut und immer top sauber, aber wenn es kein warmes Wasser gibt, nützt das halt auch nichts. Es gab auch keine Küche und an den nur drei Spülbecken im Freien war auch immer Warten angesagt. Wir sind der Meinung, dass en Campingplatz mit über 200 Stellplätzen auch eine entsprechende Infrastruktur zur Verfügung stellen solle. Das kann man für rund 90€ schon erwarten. Sicherlich hat die Nähe zur Innenstadt auch ihren Preis, aber das alleine rechtfertigt ihn nicht.
. . . Fortsetzung folgt . . .