27.06. 2026, 5te Etappe: Oslo – Lillehammer

Um 07 Uhr hat uns der Wecker sachte geweckt. Ich habe als Klingelton die ehemaligen Pausenmusik des Südwestfunk eingestellt. Na, erinnert Ihr Euch noch, ist lange her 😉.
Auf jeden Fall sind wir dann ausnahmsweise auch mal relativ zügig aufgestanden und habe kurz etwas gefrühstückt. Als wir vom spülen zurück gekommen sind waren unsere hessischen Nachbarn schon abgereist. Die sind Richtung Süden weiter. War eine lustige Gesellschaft, aber leider halt Eintracht-Fans.

Unsere Schlafsäcke waren schnell verpackt und dann sind wir in Richtung Lillehammer losgezogen. Allerdings sind wir nicht direkt in diese Richtung, sondern wir haben uns als erstes noch die Sprungschanze am Holmenkollen angesehen. Beeindruckendes Bauwerk. Wir sind mit dem Bulli bis zum Schanzenkopf gefahren und nach einem kurzen Besuch des Museums dann mit der Gondel hoch bis in den Absprungbereich.
Da gibt’s tatsächlich verrückte die sich, mit der entsprechenden Ausrüstung versehen, an einem von ganz oben bis runter zur Auslaufzone gespannten Stahlseil, stürzten. Völlig irre. Scheinbar macht das denen richtig Spaß, denn sie schreien vor Freude. Vor ein paar Jahren hätte ich mich das vielleicht auch noch getraut, aber mittlerweile ist der Schisser in mir zu groß geworden.
Von Ruth ganz zu schweigen. Ich hatte versucht sie zu locken, aber sie hat dankend abgelehnt. Hätte mich auch gewundert, sie ja vor vielen Jahren schon den Gleitschirmtandem mit meinem ehemaligen Fluglehrer abgelehnt.
Wir sind dann mit dem Bulli wieder runter gefahren und haben uns nochmal angeschaut, mit welchem Gesichtsausdruck die Leute hier ankommen. War jetzt nicht unbedingt jemand dabei der nicht gestrahlt hat. Knapp 100 € für ca. 45 Sekunden Spaß muss man halt auch wollen. Den Landebereich haben wir uns dann auch noch einmal genauer angesehen und natürlich auch die 111 Meter Marke fotografiert.

Es war mittlerweile ziemlich warm und spät geworden und da wir noch ein paar Kilometer vor uns hatten, sind wir dann auch langsam mallos gefahren.
Wir mussten erst noch einmal durch Oslo fahren und dann ein paar Kilometer in einer Baustelle, daher war die Fahrt selbst zunächst nicht so spektakulär aber die Landschaft ist einfach sehr schön. Entlang von Flüssen und Seen duch Täler und Tunnel sind wir dann nach 215 Km und 4:30 Stunden am angepeilten Campingplatz angekommen.
Da es erst 17:30 Uhr war, sind wir noch mal zu Fuß nach Lillehammer aufgebrochen. Sind ja nur knapp 30 Minuten und hat nach der Fahrt auch noch einmal gut getan sich ein bisschen zu bewegen. Die Stadt hat eine schönen Kern mit einer großen Fußgängerzone in der wir noch ein paar Einkäufe erledigt hatten.
Zurück am Bulli haben wir uns dann noch kurz mit unseren Nachbarn, die einen kleinen 13 Monatigen Jungen dabei hatten, unterhalten. Der kleine bekommt Backenzähne und ist dementsprechend gut drauf.
Leider ist die Mutter mittlerweile so genervt, dass sie den Urlaub am liebsten abbrechen möchte. Dabei macht sie sich mehr Gedanken um die anderen auf dem Campingplatz, als um sich selbst. Das ist also ein klassischer Fall für Ruth um hier mit ihrer Erfahrung ein bisschen beruhigend auf die Mama einzuwirken. Derweil dreht der Vater mit dem kleinen auf dem Arm wieder seine Runden über den Campingplatz um ihn zum Schlafen zu bringen. Als er erfolgreich zurück kommt, wird das Gespräch unterbrochen und ich gehe mal davon aus, dass auch hier eine . . .

. . . Fortsetzung folgt . . .