4te Etappe, 23.06.206 – RisØr Oslo

Ohne Wecker schläft es sich wirklich am besten!
Gegen 9 Uhr verspürte ich diesen unwiderstehlichen Drang aufstehen zu müssen, bevor ein kleines Unglück passiert. Mittlerweile hatte die Sonne auch unser Aufstelldachschlafzimmer so aufgeheizt, dass ich den Reißverschluss eines der Fenster im Dach aufziehen musste. Dabei habe ich leider Ruth geweckt und so konnte ich sie mit ihrem ersten Kaffe nicht überraschen. Macht aber auch nichts, denn es wird noch genügend Gelegenheiten während unserer Fahrt durch Norwegen dafür geben.

Nach dem ersten kurzen Ausflug in das Service-Haus (lustiger Name für Toilette und Dusche) habe ich dann wieder die Kaffeekanne vorbereitet, mich aber auch gleich mit einem Stück Küchenrolle bewaffnet, um den ausströmenden Wasserdampf direkt aufzufangen, bevor er wieder den ganzen Gaskocher einsaut. Nun, die Aktion wäre durchaus gelungen, wenn da nicht die Flammen des Gaskochers im weg gewesen wären, als ich die Tropfen kurz über dem Kannenboden abwischen wollte. Zum Glück war das Stück Küchenrolle schon so nass, dass nur eine kleine Flamme, die sich leicht auspusten lies, zeigte. Da das „Dachfenster“ noch auf war, war der ein wenig belästigende Brandgeruch relativ schnell abgezogen. Ruth war wieder eingeschlafen und so hatte sie von alldem nichts mitbekommen.

Tja, was soll ich sagen? Andere Eltern haben halt intelligente Kinder, und meine, e Dabbesje. Trotz allem hat der Kaffe aber gut geschmeckt und der Gasherd war nicht eingesaut. Es ist der Erfolg der zählt J

Nach dem Frühstück haben wir alles wie immer gut verstaut und uns gemütlich auf die letzte Etappe in Richtung Oslo begeben. Für die rund 250 km hatten wir den ganzen Tag eingeplant.

Zu Beginn sind wir über die E18 gefahren und nach ca. 1 Stunden dann wieder auf die kleineren Straßen. Kurz vor Oslo war dann die E18 wieder angesagt. Zum Campingplatz ging es gefühlt einmal quer durch Oslo, da es viele Absperrungen gab.  Nach gut 4 ½ Stunden Fahrt und einer kleinen Eis-Pause, haben wir dann unser Ziel, den teuersten Campingplatz, den wir bis jetzt jemals gebucht hatten, erreicht. Über 200 großzügige Stellplätze die Terrassenförmig auf einer riesen großen Fläche verteilt waren.

Wir haben an diesem Abend nicht mehr viel gemacht, außer ein paar Kleinigkeiten im nahegelegenen Supermarkt eingekauft, einer Runde über den Platz gedreht, gegessen, geschrieben, gespült  . . . und dann ging‘s ins Bett.

. . . Fortsetzung folgt . . .